Ein Leben in Liebe

Ein Leben in Liebe ist der Schlüssel zu unserem Glücklich-Sein. Von Kindesbeinen an sehen wir uns danach, ein Leben in Liebe zu führen. Nun möchte ich Dich einladen, Dir eine schöne Zeit zu gönnen und die Sehnsucht nach Liebe in Deinem Herzen zu stillen. Lese Dir die folgenden 7 Liebes-Gedichte vor. Du kannst diese Seite auch immer wieder besuchen, und „nur“ ein Liebes-Gedicht genießen. Mögest Du Dich wohlfühlen und Inspirationen für ein Leben in Liebe entdecken.

In Deinem Herzen entdecke Deinen Liebesquell

 

Woher sind wir geboren

Woher sind wir geboren?

Aus Lieb.

Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.

Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.

Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.

Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.

Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.

© Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

Finde Dich selbst in Liebe

Ich liebe!

Nun mag die Welt in ihren Festen beben,

entfesselt wüten mag das Element;
denn eine neue Ära tritt ins Leben,

die keinen Haß und keinen Streit mehr kennt!

Durch meine Seele ziehts mit Zauberweben.

Oh, wie’s im Herzen glückverheißend brennt!
Die Pulse fliegen mir, die Lippen beben,

Ich fühls, das ist es, was sich Liebe nennt!

Und möge alles rings in nichts versinken,
ich lebe und der Liebe Sterne winken!

© Rainer Maria Rilke, 1875-1936

In Deinem Herzen entdecke Deinen Liebesquell

Echte Liebe

Echte Liebe lauscht dem Chor
Himmlischer Extasen.

Echte Liebe müht sich nicht
Mängel zu entdecken,
späht im goldnen Sonnenlicht
nicht nach Nebelflecken.

Echte Liebe lacht des Scheins,
den Vernunft geschrieben.

Echte Liebe kennt nur Eins,
treu und echt zu lieben!

© Josef Mauthner, 1831-1890

Finde Dich selbst in Liebe

Im Rosenbusch die Liebe schlief

Im Rosenbusch die Liebe schlief.
Der Frühling kam, der Frühling rief:
Die Liebe hört’s, die Lieb‘ erwacht,
schaut aus der Knosp‘ hervor und lacht.

Und denkt, zu zeitig möchte’s halt sein.
Und schläft drum ruhig wieder ein.

Der Frühling aber läßt nicht nach.
Er küßt sie jeden Morgen wach.
Er kos’t mit ihr früh bis spat,
bis sie ihr Herz geöffnet hat.

Und seine heiße Sehnsucht stillt
und jeden Sonnenblick vergilt.

© Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

Geborgenheit findest Du in der Liebe Deines Herzens

Das Opfer, das die Liebe bringt

Das Opfer, das die Liebe bringt.
Es ist das teuerste von allen.
Doch wer sein Eigenstes bezwingt,
dem ist das schönste Los gefallen.

© Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

In Deinem Herzen entdecke Deinen Liebesquell

Ich liebe dich

Mir ist, als müßt‘ ich immer sagen:
Ich liebe dich.
Und mag nicht auszusprechen wagen:
Ich liebe dich.
Die Maienlüfte säuseln wieder.
Ich lausche hin
und alle Blütenzweige klagen: Ich liebe dich.

Der Sang der Vögel ist erwachet.
Ich lausche hin
und alle Nachtigallen schlagen:
Ich liebe dich.

So frag‘ die Lüfte,
frag‘ die Blumen, die Vögel all.
Vielleicht, daß sie für mich dir sagen:
Ich liebe dich.

Ich wandle fern von dir und habe nur einen Trost.
In diesen schönen Frühlingstage:
Ich liebe dich.

© Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874

Ein Leben in Liebe

Meine Liebe

Gold’ner als die Sonne glüht,
reiner als der Mondenschein.

Schöner als die Rose blüht,
wohnt die Lieb‘ im Herzen mein.

Wenn der Lenz von dannen zieht,
nimmt er jede Blüth‘ vom Baum;

Meine Liebe geht nicht mit,
bleibt ein ew’ger Frühlingstraum.

Und wenn Rosen nicht mehr glüh’n,
nicht mehr lacht der Mondenschein,

Blumen, die da nicht verblüh’n,
zaubert sie in’s Herz hinein.

© Marie Eugenie Delle Grazie, 1864-1931

Möchtest Du in Deinem Leben mehr Liebe leben?
Sehnst Du Dich nach mehr Selbstliebe?
Suchst Du einen Weg, der Dir hilft, Dich liebevoll mit Deinem Leben zu versöhnen?

Wie Du es an nur 1 Tag erleben kannst, entdeckst Du hier:
http://gluecklich.maerchenhaft-leben.de/liebes-erlebnistag/

Oder rufe mich einfach an:

Telefon: 0511 – 853 453 * 11 – 13 Uhr und 17 – 19 Uhr

© Friederike Schiebenhöfer, Märchentherapeutin

Du möchtest mir eine Nachricht zukommen lassen?

Gerne! Mache unten einfach Deine Angaben und klicke auf Abschicken. Ich werde mich in Kürze mit Dir in Verbindung setzen:

„Je mehr man liebt, um so tätiger wird man sein.“
© Vincent van Gogh

Singe fröhlich

Singe fröhlich wie die Vögel in der Natur!

 

Sei freudig und singe
wie die Vögel in der Natur.

In Deinem Herzen spricht die Innere Gegenwart:

Sei freudig und singe
wie die Vögel in der Natur.

Lasse die Freude ständig
in Deinem Herzen hochsteigen.
Sie verbindet uns,
denn so schwingst Du
auf höhere, auf MEINE Ebene.

Es ist nicht immer leicht,
aber wenn Du daran denkst,
wirst Du merken,
dass, wenn Du es willst,
und wann Du es auch willst,
die Freude in Dir
herstellen kannst.

Die Freude liegt
in Deinen Händen,
und ist nicht von Äußerem
abhängig,
wie die Menschen so gerne vorgeben.

Du bist der Herrscher
Deines Gemüts, Deiner Gefühle,
Deines Herzens.

Sei freudig und singe
wie die Vögel in der Natur.

© Jean Ringenwald

Möge dieser meditative Text Dich inspirieren, stärken und erfüllen, dass Du die Freude immer in Dir herstellen kannst.

Singe fröhlich wie die Vögel in der Natur
auch in diesen Veranstaltungen:
die festlichen Märchen- und Lichttage,
der Kurzurlaub für Herz und Seele
weitere Infos: http://gluecklich.maerchenhaft-leben.de/kurzurlaub/

Jeden 3. Dienstag im Monat
Singe fröhlich neue Herzenslieder von Glück, Liebe und Vertrauen!
weitere Infos: http://gluecklich.maerchenhaft-leben.de/veranstaltungen/

Was steht zur Zeit an in Deinem Leben, um Dich zu freuen?
Du spürst, es steht eine Veränderung in Deiner Entwicklung an. Doch Du weißt nicht, wie sie zu verwirklichen ist. Auf dem besinnlichen Spaziergang in der Natur kommst Du zur Ruhe, stärkst Deine Lebensfreude und lernst die 7 Urbilder des Märchens kennen. Du erlebst meine ganzheitliche Lebensbegeitung und Unterstützung, wie Du Deine momentane Situation ändern kannst.
Zur Terminreservierung und für weitere Infos:
Telefon 0511 – 853 453
http://gluecklich-sein-im-leben.de/glueck/lebe-maerchenhaft/

Singe fröhlich wie die Vögel in der Natur 🙂
wünscht Dir
Friederike Schiebenhöfer
http://www.gluecklich-sein-im-leben.de

Aboniere hier meinen kostenlosen Newsletter. Du erhältst regelmäßig Tipps und Anregungen für Deine Lebensfreude!

 

Der Wundergarten, ein Märchen von Freundschaft und Hoffnung

der Wundergarten

Der Wundergarten, ein Märchen aus Kasachstan

Genieße dieses Märchen und nehme Dir immer wieder Zeit, für Deine Inneren Märchenbilder. Es schenkt Dir Ruhe, Kraft und glücklich sein für Dein märchenhaftes Leben. Jetzt wünsche ich Dir viel Freude mit dem Märchen Der Wundergarten!

Einst lebten zwei Freunde, die hießen Asan und Hasen und waren sehr arm. Asan bestellte ein winziges Feld, und Hasen weidete eine kleine Herde Schafe, und so fristeten sie ihr kümmerliches Leben. Beiden Freunden war die Frau gestorben, aber Asan hatte eine schöne, zärtliche Tochter, seine einzige Freude, und Hasen einen gehorsamen kräftigen Sohn, seine ganze Hoffnung.

Im Frühling, als sich Asan für die Feldarbeit rüstete, suchte seinen Freund Hasen ein schweres Unglück heim. Der Winter kehrte noch einmal mit Kälte und Schnee zurück und überzog alles Gras mit einer Kruste aus Eis, und so verendete Hasens Herde bis zum letzten Stück. Da war Hasen verzweifelt. Er verlor jede Hoffnung und weinte, und sein Sohn musste ihn stützen, als er zu Asan hinüberging. »Ich bin gekommen«, sprach er, »weil ich mich von dir verabschieden will. Meine Schafe sind umgekommen, und ohne sie bleibt auch mir nur der Tod.« Als Asan dies hörte, kamen auch ihm die Tränen. Er umarmte Hasen und sprach: »Lieber Freund, die Hälfte meines Herzens gehört dir. Deshalb weise mich nicht ab und nimm auch die Hälfte meines Feldes als deinen Besitz. Vergiss deine Sorgen und greif zum Spaten, sing ein Lied und geh an die Arbeit!« So bestellte Hasen von diesem Tag an das halbe Feld seines Freundes, und die Monate und Jahre vergingen.

der Wundergarten - Ruhe finden für Dein Glücklich sein im LebenEinmal, als Hasen gerade wieder dabei war, die Erde umzugraben, hörte er unter dem Spaten plötzlich ein seltsames Klirren. Schnell grub er an dieser Stelle weiter und entdeckte einen mit Goldmünzen gefüllten alten Kessel. Außer sich vor Freude lief Hasen mit seinem Fund zu der Lehmhütte, in der Asan lebte. »Freu dich, freu dich, Asan«, rief er schon von weitem, »dir ist ein großes Glück zuteil geworden! Ich habe aus deinem Boden einen Kessel voll Gold ausgegraben! Jetzt bist du ein reicher Mann!« Asan lachte und sagte: »Aber das Gold gehört nicht mir, sondern dir, denn du hast das Gold doch auf deinem Stück Land gefunden! « »Nein, nein«, widersprach Hasen, »ich weiß, du bist großzügig und hast mir das Feld geschenkt, aber doch nicht auch das, was in der Erde versteckt ist.« »Lieber Freund«, antwortete Asan, »alles, was sich in der Erde verbirgt, gehört dem, der sie im Schweiße seines Angesichts bearbeitet.« So redeten sie hin und her und konnten sich nicht einigen. Endlich sagte Hasen: »Schluss jetzt! Du hast einen erwachsenen Sohn, ich habe eine heiratsfähige Tochter, und die beiden lieben sich seit langem. Verheiraten wir sie miteinander und schenken ihnen das Gold, so werden sie keine Not leiden müssen.«

der Wundergarten in Dir: Kraft schöpfen für Dein glücklich sein im LebenAls die beiden Kinder erfuhren, was ihre Väter beschlossen hatten,

waren sie überglücklich und feierten noch am selben Tag Hochzeit. Sie richteten sich in Hasens Lehmhütte ein, und Hasen zog zu Asan. Gleich am nächsten Morgen aber, die Sonne war eben erst aufgegangen, kamen die Neuvermählten mit dem Gold zu ihren Vätern und standen mit sorgenvoller Miene vor ihnen. »Was ist geschehen, Kinder?« riefen Asan und Hasen erschrocken. »Was für ein Unglück hat euch so früh hergeführt?« »Wir sind hier, um euch zu sagen, dass es uns nicht zusteht, über dieses Gold zu verfügen und dass wir auch ohne es reich genug sind. Unsere Liebe ist wertvoller als alle Schätze der Welt.« Und sie stellten den Kessel in die Mitte der Hütte auf den Boden und gingen. Da entbrannte der Streit, wem der Schatz gehöre, aufs Neue zwischen den beiden Freunden, und sie beschlossen, einen berühmten Weisen aufzusuchen, welcher weit draußen in der Steppe lebte.

der Wundergarten: Entdecke Deinen Weg zum Berg und goldenen Schloß in DirrNachdem sie viele Tage gewandert waren,

kamen sie endlich zu seinem Zelt, einer ärmlichen schwarzen Kibitka, welche auf einem einsamen Platz mitten in der Einöde stand. Sie traten ein. Der Weise saß auf einem kleinen, zerschlissenen Filzteppich, und neben ihm saßen seine vier Schüler, zwei auf jeder Seite. Die beiden Ankömmlinge verneigten sich tief vor dem Weisen, und er fragte: »Was für ein Ungemach führt euch zu mir, liebe Freunde?«

Da erzählten sie ihm von ihrem Streit, und er hörte ihnen ruhig zu. Nachdem er lange geschwiegen hatte, wandte er sich an seinen ältesten Schüler und fragte: »Wie würdest du an meiner Stelle entscheiden?« »Ich würde befehlen, dass alles Gold zum Khan gebracht werden sollte«, antwortete der älteste Schüler, »denn der Khan ist Herr über alle Schätze der Erde.« Der Weise runzelte die Stirn und fragte den zweiten Schüler: »Und du, wie würdest du an meiner Stelle entscheiden?« »Ich«, entgegnete der zweite Schüler, »würde das Gold behalten, denn das, worauf Streitende verzichten, gehört laut Gesetz dem Richter.« Der Weise machte ein finsteres Gesicht, fragte aber den dritten Schüler dann ebenso ruhig wie zuvor: »Und wie würdest du dich verhalten?« »Da das Gold keinem gehört und keiner es haben will, würde ich es wieder vergraben«, erwiderte der dritte. Darauf verdüsterte sich die Miene des Weisen noch mehr, doch fragte er zu guter Letzt auch den vierten Schüler, welcher der jüngste war: »Und was ist deine Meinung, mein Kind?«

der Wundergarten: Schöpfe in 4 Tagen neuen Schwung und Kraft für Dein Leben»Ach, mein Lehrer«, erwiderte der jüngste, »verzeih mir meine Offenheit! Ich würde das Gold dazu verwenden, in der dürren Steppe einen großen, schattigen Obstgarten zu pflanzen. Und alle, die müde und hungrig sind, würde ich einladen, sich darin auszuruhen und sich an den süßen Früchten sattzuessen.«

Der Weise erhob sich, umarmte den Schüler und sprach:

»Wie recht haben doch jene, welche sagen: >Halte den jüngeren für älter als dich selbst, wenn er klug ist.< Dein Urteilsspruch, mein lieber Sohn, ist gerecht. Nimm deshalb das Gold und geh damit in die Hauptstadt! Kaufe dort den besten Samen und pflanze auf deinem Heimweg in der Steppe einen Garten, wie du ihn beschrieben hast; so wird die Erinnerung an dich und an die edlen Menschen, welche das Gold brachten, ewig leben.«

Der Jüngling füllte das Gold in einen Sack, warf ihn sich über die Schulter und machte sich auf den Weg. Lange wanderte er durch die weite Steppe, bis er schließlich glücklich die Hauptstadt des Khanates erreichte. Er ging auf den Basar und drängte sich durch die lärmende Menschenmenge. Er betrachtete staunend die seltsamen Waren und die bunten Stoffe und hielt Ausschau nach Händlern, die guten Fruchtsamen feilboten. Plötzlich ertönten in seinem Rücken der Ton einer Glocke und lautes Geschrei.

Auf zum heiligen Berg Deiner SeeleEr wandte sich um und sah eine endlose Karawane näherkommen.

Doch anstatt mit Säcken waren die Kamele mit lebendigen Vögeln beladen, mit Tausenden von Vögeln, die man in Bergen und Wäldern, in Wüsten und Steppen gefangen und an den Beinen zusammengebunden hatte. Ermattet schlugen sie mit ihren zerzausten Flügeln, so dass Wolken vielfarbiger Federn in der Luft schwebten. Bei jedem Schritt der Karawane schlugen ihre Köpfe hart gegen die Flanken der Lasttiere, und angstvolle, jämmerliche Laute drangen aus ihren geöffneten Schnäbeln. Der Jüngling konnte dieses Schauspiel nicht ertragen. Sein Herz krampfte sich zusammen, und so drängte er sich durch die dichte Menge der neugierigen Zuschauer, bis er vor dem Anführer der Karawane stand. Er verbeugte sich höflich vor ihm und fragte: »Wer, Herr, hat diese wunderschönen Vögel zu solch furchtbaren Qualen verurteilt? Und wohin bringt ihr sie?« »Wir sind auf dem Weg zum Palast des Khans; die Vögel sind für die Tafel des Khans bestimmt. Fünfhundert Tscherwonzen zahlt er uns dafür.« »Wirst du sie freilassen, Herr, wenn ich dir zweimal soviel Gold gebe?« fragte der Jüngling. Der Karawanenführer musterte ihn verächtlich und setzte seinen Weg fort. Da warf der Jüngling seinen Ledersack von der Schulter und schüttete ihn vor den Augen des überraschten Mannes aus.

Der wollte seinen Augen nicht trauen, als er sah, welcher Reichtum auf einmal zu seinen Füßen lag, und befahl seinen Begleitern sogleich, die Vögel loszubinden. Wie eine Sturmwolke flogen die befreiten Vögel zum Himmel auf, und es waren so viele, dass sich der helle Tag im Nu in finstere Nacht verwandelte. Lange schaute der Jüngling den Vögeln nach, die sich eilig entfernten, und als er sie aus den Augen verloren hatte, hob er den leeren Ledersack auf und machte sich auf den Rückweg. Sein Herz war voll Freude, und sein Schritt war leicht, und er sang ein fröhliches Lied.

Je näher er aber seinem Heimatort kam, umso trauriger wurde ihm zumute,

und es überkam ihn bittere Reue. »Wer hat mir das Recht gegeben, mit fremdem Eigentum nach eigener Lust und Laune umzugehen? Habe ich nicht selbst angeboten, einen schönen Garten für die Armen und Elenden zu pflanzen? Was sage ich nun meinem Lehrer und den gutherzigen Menschen, von denen ich das Gold erhalten habe?«, so jammerte er vor sich hin, bis ihn die Verzweiflung übermannte. Er warf sich auf die Erde und weinte bitterlich; er wünschte seinen Tod herbei und schlief endlich erschöpft ein. Wie er aber schlief, hatte er einen seltsamen Traum: Ein bunter Vogel kam geflogen, setzte sich ihm auf die Brust und sang mit silberheller Stimme: »Mitleidiger Jüngling, verliere nicht den Mut! Was du getan hast, glaube mir, war gut! Die Vögel, die nun frei sind, wissen, dass sie dir für ihr Leben danken müssen. Wach auf! Du musst dich nicht mehr grämen, denn was du sehn wirst, trocknet deine Tränen.« Als der kleine Vogel sein Lied zu Ende gesungen hatte, breitete er die Flügel aus und flog davon.

Der Jüngling schlug die Augen auf und war starr vor Staunen: Die ganze weite Steppe war mit Vögeln übersät, welche sich sonderbar betrugen. Sie scharrten den Boden auf, warfen mit ihren Schnäbeln Samenkerne hinein und strichen mit ihren Flügeln Erde darüber. Der Jüngling sprang auf, die Vögel stoben in einer Wolke zum Himmel empor, und wieder verwandelte sich der helle Tag in finstere Nacht. Es dauerte nicht lange, da geschah ein noch größeres Wunder. Aus allen Samen, welche die Vögel verscharrt hatten, sprossen zarte Pflänzchen, wurden größer und größer und wuchsen zu kräftigen Bäumen mit prächtigem, glänzend grünem Laub auf. Bald standen die Bäume in voller Blüte, und ein süßer Duft erfüllte die Luft. Dann vergingen die Blüten, und die Äste neigten sich unter der Last herrlicher goldgelber Äpfel. Unübersehbar und unzählbar war die Menge der Bäume. Ihre glatte Rinde schimmerte wie Bernstein, und zwischen ihren schlanken Stämmen leuchtete das Grün fruchtbarer Weingärten; man sah Beerensträucher und Marillenbäumchen und sonnige Wiesen mit saftigem Gras und feuerroten Tulpen. Die schattigen Wege waren mit Blütenblättern bedeckt, in den künstlich angelegten Gräben, den Aryks, rieselte kühles Wasser über bunte Edelsteine, und überall schwirrten Vögel und sangen ebenso schön wie der, welcher dem Jüngling im Traum erschienen war. Ob er wohl noch immer träumte? Er rief laut einige Worte, um sich zu vergewissern, dass er wach war, und hörte die eigene Stimme so klar und deutlich wie das vielstimmige Echo; nein, der Garten war kein Trugbild. Er verschwand nicht.

So schnell er konnte,

eilte der Jüngling zur Kibitka des Weisen und erzählte dort, was er seit seinem Fortgehen erlebt hatte. Der Weise und seine drei Schüler, Asan und Hasen und das junge Ehepaar, sie alle hörten ihm staunend zu und machten sich gleich auf den Weg, um den herrlichen Garten zu sehen. Die Nachricht von dem Wundergarten verbreitete sich schnell in der ganzen Steppe, und so waren die Reiter des Khans auf ihren feurigen Pferden als erste dort. Als sie aber in den Garten eindringen wollten, wuchs plötzlich eine hohe Mauer mit sieben fest verschlossenen Toren aus dem Boden. Da richteten sie sich in ihren geschnitzten Sätteln auf und streckten die Hände nach den goldenen Früchten aus. Sobald aber einer die herrlichen Äpfel berührte, sank er tot zu Boden, und als die übrigen dies sahen, packte sie Angst und Schrecken, und sie jagten in wilder Flucht davon.

Bald darauf erreichten der Weise und seine Schüler und Asan und Hasen und ihre Kinder den Garten, und mit ihnen kamen Arme von überall her. Da sprangen die eisernen Schlösser auf, die Tore öffneten sich sperrangelweit und ließen sie ein. Männer und Frauen, alte und junge, und Kinder strömten in den Garten. Sie gingen auf weichen Blütenteppichen dahin, und die Blüten welkten nicht. Sie tranken klares Wasser aus den Aryks, und das Wasser blieb klar und rein. Sie pflückten Früchte von den Bäumen, und die Früchte wuchsen gleich wieder nach. Den ganzen Tag über tönten im Garten die Klänge der Dombra und lustige Lieder und fröhliches Lachen. Und wenn es Abend wurde und Dämmerung die Erde einhüllte, strahlte ein sanftes blaues Licht von den Früchten aus, und die Vögel sangen leise.

Dann legten sich alle unter den Bäumen im duftenden Gras zur Ruhe und schliefen zufrieden und glücklich ein.

* * * * * * *

Geschichten und Märchen Erzählen lernen beginnt zuhause
http://maerchenhaft-leben.de/index.php?page=product&info=1&ref=5

Der Wundergarten in Dir: Erkunde Deinen Inneren Wundergarten mit:

Auf zum Heiligen Berg Deiner Seele! Die Berg-Meditation.
Eine Broschüre mit 80 Seiten und 2 CDs mit 7 Teilen und mit der ausführlichen Bilder-Reise.

Gerne begleitet Dich, bei der Erkundung Deines Inneren Wundergartens und dem Neuschöpfen Deines Alltags und Berufs

Kontakt:

Friederike Schiebenhöfer, Märchentherapeutin

Telefon 0511 – 853 453
in der Zeit von 11 – 13 Uhr oder 17 – 19 Uhr.

Oder per Skype: lebensglueck

Um mich zu kontaktieren nutze doch gleich am besten das Kontaktformular:

„Die Berg-Meditation
ist wesentlich mehr als eine Meditation.

Sie ist:
– ein einfacher, natürlicher Weg zur Inneren
und äußeren Welt.

– ein Finden der Seelen-Ruhe
und des tiefen Friedens.“

Zitat von © Jean Ringenwald aus der Berg-Meditation

Der Zaunkönig – ein Märchen der Brüder Grimm

Der Zaunkönig wie auch die anderen Tiere in diesem Märchen sehnen sich nach einem König. Möge es Sie inspirieren, den weisheits- und liebevollen König Ihres Herzens zu entdecken. Auch lade ich Sie bei Ihrem nächsten Wald-Spaziergang ein, den Zaunkönig und die anderen Vögel zu beobachten. Genießen Sie die würzige Luft und die gute Erholung!

Zaunkönig

Der Zaunkönig
Ein Märchen der Brüder Grimm

In den alten Zeiten, da hatte jeder Klang noch Sinn und Bedeutung. Wenn der Hammer des Schmieds ertönte, so rief er: „Smiet mi to! Smiet mi to!“ Wenn der Hobel des Tischlers schnarrte, so sprach er: „Dor häst! Dor, dor häst!“ Fing das Räderwerk der Mühle an zu klappern, so sprach es: „Help, Herr Gott! Help, Herr Gott!,“ und war der Müller ein Betrüger und ließ die Mühle an, so sprach sie hochdeutsch und fragte erst langsam: „Wer ist da? Wer ist da?,“ dann antwortete sie schnell: „Der Müller! Der Müller!,“ und endlich ganz geschwind: „Stiehlt tapfer, stiehlt tapfer, vom Achtel drei Sechter.“

Zu dieser Zeit hatten auch die Vögel ihre eigene Sprache. Die verstand jedermann. Jetzt lautet es nur wie ein Zwitschern, Kreischen und Pfeifen und bei einigen wie Musik ohne Worte. Es kam aber den Vögeln in den Sinn, sie wollten nicht länger ohne Herrn sein und einen unter sich zu ihrem König wählen. Nur einer von ihnen, der Kiebitz, war dagegen. Frei hatte er gelebt, und frei wollte er sterben. Angstvoll hin und her fliegend rief er: „Wo bliew ick? Wo bliew ick?“ Er zog sich zurück in einsame und unbesuchte Sümpfe und zeigte sich nicht wieder unter seinesgleichen.

Die Vögel wollten sich nun über die Sache besprechen. An einem schönen Frühlingsmorgen kamen sie alle aus Wäldern und Feldern zusammen. Adler und Buchfinke, Eule und Krähe, Lerche und Sperling. Was soll ich sie alle nennen? Selbst der Kuckuck kam und der Wiedehopf, sein Küster, der so heißt, weil er sich immer ein paar Tage früher hören läßt. Auch ein ganz kleiner Vogel, der noch keinen Namen hatte, mischte sich unter die Schar. Das Huhn, das zufällig von der ganzen Sache nichts gehört hatte, verwunderte sich über die große Versammlung.

„Wat, wat, wat is den dar to don?“ gackerte es. Aber der Hahn beruhigte seine liebe Henne und sagte: „Luter riek Lüd!,“ erzählte ihr auch, was sie vorhätten. Es ward aber beschlossen, daß der König sein sollte, der am höchsten fliegen könnte. Ein Laubfrosch, der im Gebüsche saß, rief, als er das hörte, warnend: „Natt, natt, natt! Natt, natt, natt!,“ weil er meinte, es würden deshalb viel Tränen vergossen werden. Die Krähe aber sagte: „Quark ok!“ Es sollte alles friedlich abgehen.

Es ward nun beschlossen. Sie wollten gleich an diesem schönen Morgen aufsteigen, damit niemand hinterher sagen könnte: „Ich wäre wohl noch höher geflogen, aber der Abend kam, da konnte ich nicht mehr.“ Auf ein gegebenes Zeichen erhob sich also die ganze Schar in die Lüfte. Der Staub stieg da von dem Felde auf. Es war ein gewaltiges Sausen und Brausen und Fittichschlagen, und es sah aus, als wenn eine schwarze Wolke dahinzöge. Die kleinern Vögel aber blieben bald zurück, konnten nicht weiter und fielen wieder auf die Erde. Die größern hielten’s länger aus, aber keiner konnte es dem Adler gleichtun. Der stieg so hoch, daß er der Sonne hätte die Augen aushacken können. Und als er sah, daß die andern nicht zu ihm herauf konnten, so dachte er: Was willst du noch höher fliegen? Du bist doch der König, und fing an sich wieder herabzulassen. Die Vögel unter ihm riefen ihm alle gleich zu: „Du mußt unser König sein! Keiner ist höher geflogen als du.“

„Ausgenommen ich!“ schrie der kleine Kerl ohne Namen, der sich in die Brustfedern des Adlers verkrochen hatte. Und da er nicht müde war, so stieg er auf und stieg so hoch, daß er Gott auf seinem Stuhle konnte sitzen sehen. Als er aber so weit gekommen war, legte er seine Flügel zusammen, sank herab und rief unten mit feiner, durchdringender Stimme: „König bün ick! König bün ick!“

„Du unser König?“ schrien die Vögel zornig. „Durch Ränke und Listen hast du es dahin gebracht.“ Sie machten eine andere Bedingung. Der sollte ihr König sein, der am tiefsten in die Erde fallen könnte. Wie klatschte da die Gans mit ihrer breiten Brust wieder auf das Land! Wie scharrte der Hahn schnell ein Loch! Die Ente kam am schlimmsten weg, sie sprang in einen Graben, verrenkte sich aber die Beine und watschelte fort zum nahen Teiche mit dem Ausruf: „Pracherwerk! Pracherwerk!“ Der Kleine ohne Namen aber suchte ein Mäuseloch, schlüpfte hinab und rief mit seiner feinen Stimme heraus: „König bün ick! König bün ick!“

„Du unser König?“ riefen die Vögel noch zorniger. „Meinst du, deine Listen sollten gelten?“ Sie beschlossen, ihn in seinem Loch gefangenzuhalten und auszuhungern. Die Eule ward als Wache davorgestellt; sie sollte den Schelm nicht herauslassen, so lieb ihr das Leben wäre. Als es aber Abend geworden war und die Vögel von der Anstrengung beim Fliegen große Müdigkeit empfanden, so gingen sie mit Weib und Kind zu Bett. Die Eule allein blieb bei dem Mäuseloch stehen und blickte mit ihren großen Augen unverwandt hinein.

Indessen war sie auch müde geworden und dachte: Ein Auge kannst du wohl zutun, du wachst ja noch mit dem andern, und der kleine Bösewicht soll nicht aus seinem Loch heraus. Also tat sie das eine Auge zu und schaute mit dem andern steif auf das Mäuseloch. Der kleine Kerl guckte mit dem Kopf heraus und wollte wegwitschen, aber die Eule trat gleich davor, und er zog den Kopf wieder zurück. Dann tat die Eule das eine Auge wieder auf und das andere zu und wollte so die ganze Nacht abwechseln. Aber als sie das eine Auge wieder zumachte, vergaß sie das andere aufzutun, und sobald die beiden Augen zu waren, schlief sie ein. Der Kleine merkte das bald und schlüpfte weg.

Von der Zeit an darf sich die Eule nicht mehr am Tage sehen lassen, sonst sind die andern Vögel hinter ihr her und zerzausen ihr das Fell. Sie fliegt deshalb nur zur Nachtzeit aus.  Auch der kleine Vogel läßt sich nicht gerne sehen, weil er fürchtet, es ginge ihm an den Kragen, wenn er erwischt würde. Er schlüpft in den Zäunen herum, und wenn er ganz sicher ist, ruft er wohl zuweilen: „König bün ick!,“ und deshalb nennen ihn die andern Vögel aus Zaunkönig.

Niemand aber war froher als die Lerche, daß sie dem Zaunkönig nicht zu gehorchen brauchte. Wie sich die Sonne blicken läßt, steigt sie in die Lüfte und ruft: „Ach, wo is dat schön! Schön is dat! Schön! Schön! Ach, wo is dat schön!“

* * * * * * *

Wie ist es mit Ihnen?

Möchten Sie auch entdecken, was Ihre besten und königlichen Fähigkeiten sind?

Dann lade ich Sie herzlich ein! Nutzen Sie dafür das kostenlose Beratunsgegspräch. Sie erleben dann sofort die wohltuende und effektive Wirkung der 7 Urbilder des Märchens für Ihr erfülltes Leben! Gemeinsam legen wir dann eine Vorgehensweise fest, wie Sie Ihre besten Fähigkeiten finden, stärken und verwirklichen!

Rufen Sie mich zur Terminreservierung am besten gleich an:

0511 – 853 453

11 – 13 Uhr oder 17 – 19 Uhr

lebensglueck@web.de

Gerne begleite ich Sie auf dem Weg zu Ihrem glücklichen, märchenhaften und königlich erfülltem Leben.

Herzliche Grüße
Friederike Schiebenhöfer
Autorisierte Märchentherapeutin, Training und Coaching

Mit dieser Broschüre und den 2 Hör-Cd´S können Sie gleich beginnen! Für weitere Infos und zum Bestellen klicken Sie einfach auf das Bild:

Zaunkönig

 

 

 

 

 

 

 

Mit der entspannenden Bilderreise
erkunden Sie Ihren märchenhaften Weg. Er führt Sie durch eine traumhaft schöne
Naturlandschaft hin zu einem einzigartigen Berg Ihrer Seele.

Dort begegnen Sie dem licht- und liebevollem königlichen Kind in Ihrem Herzen!