Altes loslassen, glücklicher leben

Altes loslassen hilft Dir,
glücklicher zu leben.

Es gelingt Dir auch bei schmerzlichen Trennungen,
dem größten Engpaß und Hinderungen im Leben.

Erkennst Du sie als Wegweiser,
dienen sie Dir als Antriebskraft
für Dein inneres und äußeres Wachstum.

Altes loslassen hilft Dir, glücklicher zu leben

Gerade dann, wenn uns das Leben schwer erscheint, wir uns nicht wohlfühlen, eine schmerzliche Trennung erleben, wären die therapeutischen Fragen:

Wozu ist das gut?

Was kannst daraus lernen?

Mit unserem Alltagsbewußtsein, dem Ego und Verstand finden wir nur Alte Lösungen. Verbinden wir uns aber mit der Inneren Gegenwart, mit der Inneren Kraft unseres Herzens, können wir festgefahrene Situationen, schmerzhafte Trennungen oder Engpäße im Leben mit Abstand betrachten. Dadurch können wir uns von dem lösen, was uns das Leben schwer macht. Wir finden aus dem Wirr Warr und Hin und her der Gedanken und  Emotionen heraus. Stattdessen finden wir zukunftsorientierte HIlfe und neue, einfache und schnelle Lösungen.

Altes loslassen hilft Dir, glücklicher zu leben

So erging es auch meiner Klientin, die zur Märchentherapie kam. Sie fühlte sich sehr erschöpft und war voller Unruhe. Sie verzettelte sich im Alltag mit seinen 1000 Anforderungen. All das zerrte an ihrer Lebenskraft, ihren Nerven und ihrer Lebensfreude. Sie suchte einen Weg, um aus diesem Engpaß heraus zu kommen. Mit meiner liebevollen Begleitung erlebte sie:

„Als ich zur Inneren Ruhe kam, erlebte ich sofort das Bild eines strahlend weißen Schwanes. Seine Flügel waren weit ausgebreitetet. Ich spürte gleich eine tiefe Zuneigung zu ihm, eine unglaubliche Weite und wohltuende Leichtigkeit in meinem Herzen.“

Dieses innere Bild stärkte sie mit meiner Hilfe. Nun hatte sie tiefes Vertrauen in die Innere Gegenwart, die sie in dem Bild des Schwanes erlebte. Dadurch konnte sie Altes loslassen und mit Abstand die Antwort auf meine Frage wahrnehmen: „Was erschöpft Dich immer wieder in Deinem Alltag?“ Und sie erkannte:

„Es sind meine Zweifel. Sie lösen die Innere Unruhe aus und rauben mir meine Lebenskraft und Freude.“

Sie erkannte auch, wie sie dieses Alte Denk- und Verhaltensmuster loslassen kann.

„Es gibt kein machen müßen. Ich muß nicht das leben, was andere mir vorgeben und meinen, was Glück ist. Es geht darum, die Zweifel und Unruhe zu erkennen und mich dem Schwan zu zuwenden. Dann kann ich mich von dem Druck lösen, fühle wohltuendes Licht und unendliche Leichtigkeit in mir.“

Für ihren Alltag erkannte sie: „Geht es mir schlecht, ist mein Glücklich – Sein abhanden gekommen, bin ich nicht in Frieden mit mir, brauche ich mich nur an den Schwan zu erinnern und mich mit ihm verbinden. Sofort bekomme ich Abstand und kann Altes loslassen. Ich fühle wieder unbegrenzte und unendliche Weite in mir. Das tut meinem Herzen gut und ich habe den Überblick über mein Leben wieder zurückgewonnen. Das macht mich total glücklich!“

Altes loslassen hilft Dir, glücklicher zu leben

Möchtest Du Dein Urvertrauen stärken und Möglichkeiten erleben, wie Du Ängste und Sorgen bewältigen kannst?

Wünscht Du Dir Deinen größten Engpaß zu lösen und Deine Fähigkeiten zu entdecken, mit schwierigen Problemen besser umzugehen?

Sehnst Du Dich danach, unbrauchbare und kräftezehrende Verhaltensmuster aufzulösen und durch positive Gedanken, Gefühle und Taten zu ersetzen?

Dann lade ich Dich herzlich zu dem Info-Gespräch für Deine Wünsche und Deinen Bedarf ein.

Schicke mir in dem Kontaktformular – siehe unten – am besten auch Deine Telefonnummer mit Deiner besten Anrufzeit.

Ich melde mich dann umgehend bei Dir.

Übrigens:

In der Märchentherapie lenkst Du immer mehr Deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche. Dadurch kannst Du störende Einflüße, Meinungen und Altes langsam loslassen. Gerne begleitet Dich auf diesem wohltuenden, heilenden und lösungsorientierten Weg

Friederike Schiebenhöfer
Autorisierte Märchentherapeutin
Training, Coaching, Erzählerin

Telefon: 0511 – 853 453
in der Zeit von 11 – 13 Uhr oder 17 – 19 Uhr

Schicke mir in dem Kontaktformular – siehe unten – am besten auch Deine Telefonnummer mit Deiner besten Anrufzeit.

Ich melde mich dann umgehend bei Dir.

Geborgenheit findest Du in der Liebe Deines Herzens

Geborgenheit findest Du in der Ruhe und Liebe Deines Herzens.

Geborgenheit und Liebe

Geht es Dir auch so, dass Du Dich während des Tages
immer mal wieder nach der Liebeskraft Deines Herzens sehnst?

Für mich ist es die wohltuende Energie des Glücklich-Seins,
mich wohl und geborgen in mir selbst zu fühlen.
Mit IHRER Hilfe schöpfe und verwirkliche ich meinen Erfolg.
In der Liebe meines Herzens fühle ich mich
harmonisch und gesund in Körper und Seele.

Möge Dich für die Geborgenheit und Liebe Deines Herzens
der meditative Text inspirieren:

Oh DU, LIEBE meines Herzen

Oh DU, LIEBE meines Herzen,
DU QUELL des Lichtes und des Lebens,
des Glücks, der Fülle und Harmonie.

DIR gebe ich mich ganz hin
und fühle das Vertrauen
in DEINE versöhnliche und heilende
LIEBESKRAFT.

DICH suche und finde DICH
immer mehr in meinem Inneren.

Nach DIR verzehrt sich
die Sehnsucht meines Herzens.

DICH finde ich in jedem Augenblick
in der Ruhe meines Herzens.

In DIR fühle ich mich
ganz, heil und EINS.

© Friederike Schiebenhöfer

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Möchtest Du die Innere Ruhe, die Geborgenheit und das Vertrauen in die LIEBESKRAFT Deines Herzens stärken?

Dann empfehle ich Dir:

1. Die Hör-CD und Broschüre:
Auf zum Heiligen Berg Deiner Seele!
Die Berg-Meditation in 7 Teilen und mit der ausführlichen Bilder-Reise führen Dich zu dem geliebten, inneren und königlichen Kind in Dir.

2. Das Erlebnis Coaching erfüllt Deine tiefen Wünsche und momentanen Bedarf.

Viel Glück auf Deinem erfüllten Lebensweg in Geborgenheit und Liebe wünscht Dir Friederike

Autorisierte Märchentherapeutin
Training, Coaching, Erzählerin

Sehnst Du Dich nach Geborgenheit und Liebe? Dann lade ich Dich zu dem Erlebnis Coching ein. Dort erlebst Du sofort die Wohltuende Wirkung der 7 Urbilder des Märchens für Dein glückliches, märchenhaftes und erfülltes Leben in Geborgenheit und Liebe.

Oder rufe mich einfach an:
0511 – 853 453

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Gerne! Mache unten einfach Deine Angaben und klicke auf Abschicken. Ich werde mich in Kürze mit Dir in Verbindung setzen:

Der Wundergarten, ein Märchen von Freundschaft und Hoffnung

der Wundergarten

Der Wundergarten, ein Märchen aus Kasachstan

Genieße dieses Märchen und nehme Dir immer wieder Zeit, für Deine Inneren Märchenbilder. Es schenkt Dir Ruhe, Kraft und glücklich sein für Dein märchenhaftes Leben. Jetzt wünsche ich Dir viel Freude mit dem Märchen Der Wundergarten!

Einst lebten zwei Freunde, die hießen Asan und Hasen und waren sehr arm. Asan bestellte ein winziges Feld, und Hasen weidete eine kleine Herde Schafe, und so fristeten sie ihr kümmerliches Leben. Beiden Freunden war die Frau gestorben, aber Asan hatte eine schöne, zärtliche Tochter, seine einzige Freude, und Hasen einen gehorsamen kräftigen Sohn, seine ganze Hoffnung.

Im Frühling, als sich Asan für die Feldarbeit rüstete, suchte seinen Freund Hasen ein schweres Unglück heim. Der Winter kehrte noch einmal mit Kälte und Schnee zurück und überzog alles Gras mit einer Kruste aus Eis, und so verendete Hasens Herde bis zum letzten Stück. Da war Hasen verzweifelt. Er verlor jede Hoffnung und weinte, und sein Sohn musste ihn stützen, als er zu Asan hinüberging. »Ich bin gekommen«, sprach er, »weil ich mich von dir verabschieden will. Meine Schafe sind umgekommen, und ohne sie bleibt auch mir nur der Tod.« Als Asan dies hörte, kamen auch ihm die Tränen. Er umarmte Hasen und sprach: »Lieber Freund, die Hälfte meines Herzens gehört dir. Deshalb weise mich nicht ab und nimm auch die Hälfte meines Feldes als deinen Besitz. Vergiss deine Sorgen und greif zum Spaten, sing ein Lied und geh an die Arbeit!« So bestellte Hasen von diesem Tag an das halbe Feld seines Freundes, und die Monate und Jahre vergingen.

der Wundergarten - Ruhe finden für Dein Glücklich sein im LebenEinmal, als Hasen gerade wieder dabei war, die Erde umzugraben, hörte er unter dem Spaten plötzlich ein seltsames Klirren. Schnell grub er an dieser Stelle weiter und entdeckte einen mit Goldmünzen gefüllten alten Kessel. Außer sich vor Freude lief Hasen mit seinem Fund zu der Lehmhütte, in der Asan lebte. »Freu dich, freu dich, Asan«, rief er schon von weitem, »dir ist ein großes Glück zuteil geworden! Ich habe aus deinem Boden einen Kessel voll Gold ausgegraben! Jetzt bist du ein reicher Mann!« Asan lachte und sagte: »Aber das Gold gehört nicht mir, sondern dir, denn du hast das Gold doch auf deinem Stück Land gefunden! « »Nein, nein«, widersprach Hasen, »ich weiß, du bist großzügig und hast mir das Feld geschenkt, aber doch nicht auch das, was in der Erde versteckt ist.« »Lieber Freund«, antwortete Asan, »alles, was sich in der Erde verbirgt, gehört dem, der sie im Schweiße seines Angesichts bearbeitet.« So redeten sie hin und her und konnten sich nicht einigen. Endlich sagte Hasen: »Schluss jetzt! Du hast einen erwachsenen Sohn, ich habe eine heiratsfähige Tochter, und die beiden lieben sich seit langem. Verheiraten wir sie miteinander und schenken ihnen das Gold, so werden sie keine Not leiden müssen.«

der Wundergarten in Dir: Kraft schöpfen für Dein glücklich sein im LebenAls die beiden Kinder erfuhren, was ihre Väter beschlossen hatten,

waren sie überglücklich und feierten noch am selben Tag Hochzeit. Sie richteten sich in Hasens Lehmhütte ein, und Hasen zog zu Asan. Gleich am nächsten Morgen aber, die Sonne war eben erst aufgegangen, kamen die Neuvermählten mit dem Gold zu ihren Vätern und standen mit sorgenvoller Miene vor ihnen. »Was ist geschehen, Kinder?« riefen Asan und Hasen erschrocken. »Was für ein Unglück hat euch so früh hergeführt?« »Wir sind hier, um euch zu sagen, dass es uns nicht zusteht, über dieses Gold zu verfügen und dass wir auch ohne es reich genug sind. Unsere Liebe ist wertvoller als alle Schätze der Welt.« Und sie stellten den Kessel in die Mitte der Hütte auf den Boden und gingen. Da entbrannte der Streit, wem der Schatz gehöre, aufs Neue zwischen den beiden Freunden, und sie beschlossen, einen berühmten Weisen aufzusuchen, welcher weit draußen in der Steppe lebte.

der Wundergarten: Entdecke Deinen Weg zum Berg und goldenen Schloß in DirrNachdem sie viele Tage gewandert waren,

kamen sie endlich zu seinem Zelt, einer ärmlichen schwarzen Kibitka, welche auf einem einsamen Platz mitten in der Einöde stand. Sie traten ein. Der Weise saß auf einem kleinen, zerschlissenen Filzteppich, und neben ihm saßen seine vier Schüler, zwei auf jeder Seite. Die beiden Ankömmlinge verneigten sich tief vor dem Weisen, und er fragte: »Was für ein Ungemach führt euch zu mir, liebe Freunde?«

Da erzählten sie ihm von ihrem Streit, und er hörte ihnen ruhig zu. Nachdem er lange geschwiegen hatte, wandte er sich an seinen ältesten Schüler und fragte: »Wie würdest du an meiner Stelle entscheiden?« »Ich würde befehlen, dass alles Gold zum Khan gebracht werden sollte«, antwortete der älteste Schüler, »denn der Khan ist Herr über alle Schätze der Erde.« Der Weise runzelte die Stirn und fragte den zweiten Schüler: »Und du, wie würdest du an meiner Stelle entscheiden?« »Ich«, entgegnete der zweite Schüler, »würde das Gold behalten, denn das, worauf Streitende verzichten, gehört laut Gesetz dem Richter.« Der Weise machte ein finsteres Gesicht, fragte aber den dritten Schüler dann ebenso ruhig wie zuvor: »Und wie würdest du dich verhalten?« »Da das Gold keinem gehört und keiner es haben will, würde ich es wieder vergraben«, erwiderte der dritte. Darauf verdüsterte sich die Miene des Weisen noch mehr, doch fragte er zu guter Letzt auch den vierten Schüler, welcher der jüngste war: »Und was ist deine Meinung, mein Kind?«

der Wundergarten: Schöpfe in 4 Tagen neuen Schwung und Kraft für Dein Leben»Ach, mein Lehrer«, erwiderte der jüngste, »verzeih mir meine Offenheit! Ich würde das Gold dazu verwenden, in der dürren Steppe einen großen, schattigen Obstgarten zu pflanzen. Und alle, die müde und hungrig sind, würde ich einladen, sich darin auszuruhen und sich an den süßen Früchten sattzuessen.«

Der Weise erhob sich, umarmte den Schüler und sprach:

»Wie recht haben doch jene, welche sagen: >Halte den jüngeren für älter als dich selbst, wenn er klug ist.< Dein Urteilsspruch, mein lieber Sohn, ist gerecht. Nimm deshalb das Gold und geh damit in die Hauptstadt! Kaufe dort den besten Samen und pflanze auf deinem Heimweg in der Steppe einen Garten, wie du ihn beschrieben hast; so wird die Erinnerung an dich und an die edlen Menschen, welche das Gold brachten, ewig leben.«

Der Jüngling füllte das Gold in einen Sack, warf ihn sich über die Schulter und machte sich auf den Weg. Lange wanderte er durch die weite Steppe, bis er schließlich glücklich die Hauptstadt des Khanates erreichte. Er ging auf den Basar und drängte sich durch die lärmende Menschenmenge. Er betrachtete staunend die seltsamen Waren und die bunten Stoffe und hielt Ausschau nach Händlern, die guten Fruchtsamen feilboten. Plötzlich ertönten in seinem Rücken der Ton einer Glocke und lautes Geschrei.

Auf zum heiligen Berg Deiner SeeleEr wandte sich um und sah eine endlose Karawane näherkommen.

Doch anstatt mit Säcken waren die Kamele mit lebendigen Vögeln beladen, mit Tausenden von Vögeln, die man in Bergen und Wäldern, in Wüsten und Steppen gefangen und an den Beinen zusammengebunden hatte. Ermattet schlugen sie mit ihren zerzausten Flügeln, so dass Wolken vielfarbiger Federn in der Luft schwebten. Bei jedem Schritt der Karawane schlugen ihre Köpfe hart gegen die Flanken der Lasttiere, und angstvolle, jämmerliche Laute drangen aus ihren geöffneten Schnäbeln. Der Jüngling konnte dieses Schauspiel nicht ertragen. Sein Herz krampfte sich zusammen, und so drängte er sich durch die dichte Menge der neugierigen Zuschauer, bis er vor dem Anführer der Karawane stand. Er verbeugte sich höflich vor ihm und fragte: »Wer, Herr, hat diese wunderschönen Vögel zu solch furchtbaren Qualen verurteilt? Und wohin bringt ihr sie?« »Wir sind auf dem Weg zum Palast des Khans; die Vögel sind für die Tafel des Khans bestimmt. Fünfhundert Tscherwonzen zahlt er uns dafür.« »Wirst du sie freilassen, Herr, wenn ich dir zweimal soviel Gold gebe?« fragte der Jüngling. Der Karawanenführer musterte ihn verächtlich und setzte seinen Weg fort. Da warf der Jüngling seinen Ledersack von der Schulter und schüttete ihn vor den Augen des überraschten Mannes aus.

Der wollte seinen Augen nicht trauen, als er sah, welcher Reichtum auf einmal zu seinen Füßen lag, und befahl seinen Begleitern sogleich, die Vögel loszubinden. Wie eine Sturmwolke flogen die befreiten Vögel zum Himmel auf, und es waren so viele, dass sich der helle Tag im Nu in finstere Nacht verwandelte. Lange schaute der Jüngling den Vögeln nach, die sich eilig entfernten, und als er sie aus den Augen verloren hatte, hob er den leeren Ledersack auf und machte sich auf den Rückweg. Sein Herz war voll Freude, und sein Schritt war leicht, und er sang ein fröhliches Lied.

Je näher er aber seinem Heimatort kam, umso trauriger wurde ihm zumute,

und es überkam ihn bittere Reue. »Wer hat mir das Recht gegeben, mit fremdem Eigentum nach eigener Lust und Laune umzugehen? Habe ich nicht selbst angeboten, einen schönen Garten für die Armen und Elenden zu pflanzen? Was sage ich nun meinem Lehrer und den gutherzigen Menschen, von denen ich das Gold erhalten habe?«, so jammerte er vor sich hin, bis ihn die Verzweiflung übermannte. Er warf sich auf die Erde und weinte bitterlich; er wünschte seinen Tod herbei und schlief endlich erschöpft ein. Wie er aber schlief, hatte er einen seltsamen Traum: Ein bunter Vogel kam geflogen, setzte sich ihm auf die Brust und sang mit silberheller Stimme: »Mitleidiger Jüngling, verliere nicht den Mut! Was du getan hast, glaube mir, war gut! Die Vögel, die nun frei sind, wissen, dass sie dir für ihr Leben danken müssen. Wach auf! Du musst dich nicht mehr grämen, denn was du sehn wirst, trocknet deine Tränen.« Als der kleine Vogel sein Lied zu Ende gesungen hatte, breitete er die Flügel aus und flog davon.

Der Jüngling schlug die Augen auf und war starr vor Staunen: Die ganze weite Steppe war mit Vögeln übersät, welche sich sonderbar betrugen. Sie scharrten den Boden auf, warfen mit ihren Schnäbeln Samenkerne hinein und strichen mit ihren Flügeln Erde darüber. Der Jüngling sprang auf, die Vögel stoben in einer Wolke zum Himmel empor, und wieder verwandelte sich der helle Tag in finstere Nacht. Es dauerte nicht lange, da geschah ein noch größeres Wunder. Aus allen Samen, welche die Vögel verscharrt hatten, sprossen zarte Pflänzchen, wurden größer und größer und wuchsen zu kräftigen Bäumen mit prächtigem, glänzend grünem Laub auf. Bald standen die Bäume in voller Blüte, und ein süßer Duft erfüllte die Luft. Dann vergingen die Blüten, und die Äste neigten sich unter der Last herrlicher goldgelber Äpfel. Unübersehbar und unzählbar war die Menge der Bäume. Ihre glatte Rinde schimmerte wie Bernstein, und zwischen ihren schlanken Stämmen leuchtete das Grün fruchtbarer Weingärten; man sah Beerensträucher und Marillenbäumchen und sonnige Wiesen mit saftigem Gras und feuerroten Tulpen. Die schattigen Wege waren mit Blütenblättern bedeckt, in den künstlich angelegten Gräben, den Aryks, rieselte kühles Wasser über bunte Edelsteine, und überall schwirrten Vögel und sangen ebenso schön wie der, welcher dem Jüngling im Traum erschienen war. Ob er wohl noch immer träumte? Er rief laut einige Worte, um sich zu vergewissern, dass er wach war, und hörte die eigene Stimme so klar und deutlich wie das vielstimmige Echo; nein, der Garten war kein Trugbild. Er verschwand nicht.

So schnell er konnte,

eilte der Jüngling zur Kibitka des Weisen und erzählte dort, was er seit seinem Fortgehen erlebt hatte. Der Weise und seine drei Schüler, Asan und Hasen und das junge Ehepaar, sie alle hörten ihm staunend zu und machten sich gleich auf den Weg, um den herrlichen Garten zu sehen. Die Nachricht von dem Wundergarten verbreitete sich schnell in der ganzen Steppe, und so waren die Reiter des Khans auf ihren feurigen Pferden als erste dort. Als sie aber in den Garten eindringen wollten, wuchs plötzlich eine hohe Mauer mit sieben fest verschlossenen Toren aus dem Boden. Da richteten sie sich in ihren geschnitzten Sätteln auf und streckten die Hände nach den goldenen Früchten aus. Sobald aber einer die herrlichen Äpfel berührte, sank er tot zu Boden, und als die übrigen dies sahen, packte sie Angst und Schrecken, und sie jagten in wilder Flucht davon.

Bald darauf erreichten der Weise und seine Schüler und Asan und Hasen und ihre Kinder den Garten, und mit ihnen kamen Arme von überall her. Da sprangen die eisernen Schlösser auf, die Tore öffneten sich sperrangelweit und ließen sie ein. Männer und Frauen, alte und junge, und Kinder strömten in den Garten. Sie gingen auf weichen Blütenteppichen dahin, und die Blüten welkten nicht. Sie tranken klares Wasser aus den Aryks, und das Wasser blieb klar und rein. Sie pflückten Früchte von den Bäumen, und die Früchte wuchsen gleich wieder nach. Den ganzen Tag über tönten im Garten die Klänge der Dombra und lustige Lieder und fröhliches Lachen. Und wenn es Abend wurde und Dämmerung die Erde einhüllte, strahlte ein sanftes blaues Licht von den Früchten aus, und die Vögel sangen leise.

Dann legten sich alle unter den Bäumen im duftenden Gras zur Ruhe und schliefen zufrieden und glücklich ein.

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Geschichten und Märchen Erzählen lernen beginnt zuhause
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„Die Berg-Meditation
ist wesentlich mehr als eine Meditation.

Sie ist:
– ein einfacher, natürlicher Weg zur Inneren
und äußeren Welt.

– ein Finden der Seelen-Ruhe
und des tiefen Friedens.“

Zitat von © Jean Ringenwald aus der Berg-Meditation